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Stärkung des Pharmastandorts als Voraussetzung für eine zukunftsfähige Patientenversorgung

Als Partner des Kompetenznetzwerks nuklearonkologische Patientenversorgung nahm Novartis am 16. Juni 2026 auf Einladung von Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) und Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann (SPD) am Pharma-Gipfel Sachsen-Anhalt teil. Dort stellte das Unternehmen unter anderem die geplante Produktionsanlage für innovative Radioligandentherapien in Halle vor und hob die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Landesregierung Sachsen-Anhalts hervor.

Die beim Pharma-Gipfel verabschiedete gemeinsame Erklärung von Landesregierung, Industrie, Wissenschaft, Verbänden und Gewerkschaften setzt ein wichtiges Signal. Eine leistungsfähige pharmazeutische Industrie ist nicht nur ein wirtschaftlicher Standortfaktor, sondern eine wichtige Voraussetzung für eine hochwertige bedarfsgerechte und verlässliche Patientenversorgung.

Pharmagipfel Sachsen - Teilnehmer

Der Zukunftspakt adressiert mit effizienteren Genehmigungsverfahren, dem Ausbau von Produktionskapazitäten, der Förderung von Forschung und Innovation sowie der Sicherung von Fachkräften wesentliche Anknüpfungspunkte, um die Patientenversorgung mit Arzneimitteln langfristig resilienter zu gestalten. 

Sachsen-Anhalt zählt zu den wichtigsten Standorten für die Entwicklung und Herstellung von Radiopharmaka und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung von Patientinnen und Patienten mit nuklearmedizinischen Innovationen. Radiopharmaka sind unverzichtbar für die moderne Präzisionsmedizin, sowohl in der Diagnostik als auch der Therapie, bspw. mit innovativen Radioliganden in der Onkologie. Da viele dieser diagnostischen und therapeutischen Arzneimittel aufgrund ihrer kurzen Halbwertszeit unmittelbar nach der Herstellung für die Patientinnen und Patienten zur Verfügung stehen müssen, sind leistungsfähige Produktionsstandorte, effiziente Genehmigungsprozesse und kurze, belastbare Lieferketten essenziell. Investitionen in den Pharmastandort stärken somit nicht nur die Wertschöpfung, sondern tragen unmittelbar dazu bei, dass Patientinnen und Patienten auch künftig einen sicheren und zeitnahen Zugang zu innovativen nuklearmedizinischen Diagnostik- und Therapieoptionen erhalten.

Ein starker Pharmastandort ist eine zentrale Voraussetzung, reicht allein jedoch nicht aus, um die Patientenversorgung nachhaltig zu sichern. Innovative und hochspezialisierte Versorgungsbereiche wie die Nuklearmedizin benötigen bundesweit verlässliche gesundheitspolitische Rahmenbedingungen, die die besonderen Anforderungen dieser komplexen Diagnostik und Therapieangebote berücksichtigen. Nur so kann der Zugang der Patientinnen und Patienten zu diesen Leistungen langfristig sichergestellt werden. Vor diesem Hintergrund werden insbesondere das geplante Gesundheitssicherstellungsgesetz sowie die anstehende Strukturreform, die auf eine grundlegende Neustrukturierung der Versorgungslandschaft abzielt, maßgeblich dafür sein, die Zukunft der nuklearmedizinischen Versorgung in Deutschland nachhaltig zu stärken.