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Neues Zentrum für die Zukunft der Nuklearmedizin in Essen eröffnet – Ein Meilenstein für die onkologische Versorgung von morgen

Das Kompetenznetzwerk nuklearonkologische Patientenversorgung war am 30. Juni zur Eröffnung der neuen Klinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Essen eingeladen. Die Veranstaltung bot Gelegenheit, sich mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Versorgung über die Zukunft der Nuklearmedizin und die Rahmenbedingungen einer modernen onkologischen Versorgung auszutauschen.

Mit der neuen Klinik stärkt das Land Nordrhein-Westfalen den Wissenschafts- und Gesundheitsstandort Essen und investiert gezielt in die Weiterentwicklung der Nuklearmedizin. Die moderne Infrastruktur schafft die Voraussetzungen, innovative diagnostische und therapeutische nuklearmedizinische Verfahren schneller in die Versorgung zu überführen und Forschung noch enger mit der klinischen Anwendung zu verbinden. Damit wird ein Standard gesetzt, der maßgeblich die Zukunft der Nuklearmedizin vorantreiben wird. Der Stellenwert der Nuklearmedizin wird sowohl in der Diagnostik und Theranostik durch neue Entwicklungen in der Bildgebung und Therapiemöglichkeiten wachsen. Das ist politisch gewollt und wird gefördert.

(v.l.n.r) Loreen Kiehl, Jana Bernhold, Bundesministerin Nina Warken, Dr. Alexandra Skorupa

(v.l.n.r) Loreen Kiehl, Jana Bernhold, Bundesministerin Nina Warken, Dr. Alexandra Skorupa

Ministerpräsident Hendrik Wüst gratuliert zur Eröffnung der neuen Klinik

Ministerpräsident Hendrik Wüst gratuliert zur Eröffnung der neuen Klinik

Für den Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, sind Fortschritte in der Krebsmedizin eine Herzensangelegenheit. Die Investition in den neuen Klinikstandort sei ein Bekenntnis des Landes, besonders gute Rahmenbedingungen für Forschung und Patientenversorgung zu schaffen. Darüber hinaus sprach er über die Chancen der Künstlichen Intelligenz für die Medizin und warb dafür, Innovationen durch geeignete rechtliche Rahmenbedingungen zu fördern. Dabei plädierte er für einen verantwortungsvollen, aber maßvollen Umgang mit dem Datenschutz.

Bundesministerin für Gesundheit, Nina Warken, betonte die Rolle der Spitzenmedizin. Spitzenmedizin wolle man durch Spezialisierung in der Gesundheit fördern. Der Standort Essen zeige, wie erfolgreich Forschung, Versorgung und Industrie zusammenarbeiten können. Als weiteres Beispiel für Erfolge nannte sie die Theranostik, insbesondere bei der Behandlung des Prostatakarzinoms. Um auch in Zukunft solche Erfolge zu ermöglichen, werde die Pharma- und Medtech-Strategie Maßnahmen enthalten, damit Europa konkurrenzfähig bleibt. Gleichzeitig befürwortet sie die Entwicklungen der personalisierten Medizin. Man müsse an den richtigen Stellen sparen, um in Innovationen investieren zu können. Auch sie betonte, dass Gesundheitsdaten als Schatz begriffen werden müssen. Für Künstliche Intelligenz müssen daher die Rahmenbedingungen verbessert werden.

In der anschließenden Gesprächsrunde stellte Matthias Hauer, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, die Erfolge der Nationalen Dekade gegen den Krebs heraus. Die Hightech Agenda werde zudem neue Möglichkeiten für die Personalisierte Medizin bieten. Prof. Dr. Ken Herrmann, Direktor der Klinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Essen, skizzierte seine Vision einer Nuklearmedizin, die zukünftig nicht nur in Diagnostik und Therapie, sondern zunehmend auch in der Krebsfrüherkennung eine wichtige Rolle einnehmen kann. Aus Sicht der Patientinnen und Patienten machte Bernd Troche, Vorsitzender Landesverband Prostatakrebs Selbsthilfe NRW, deutlich, dass innovative Therapien schneller in die Versorgung kommen könnten, wenn Zulassungs- und Erstattungsverfahren angepasst werden würden. Ina Brandes MdL, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, verwies auf bessere Rahmenbedingungen und politischen Willen, um Forschungsinfrastruktur und anspruchsvolle Bauvorhaben zügig realisieren zu können. Zudem betonte sie, dass Prävention an Stellenwert gewinnen müsste.

Sarah Majorczyk (Mitglied der BILD-Chefredaktion), Prof. Dr. Ken Herrmann (Direktor Klinik für Nuklearmedizin), Wissenschaftsministerin Ina Brandes MdL (NRW), Parlamentarischer Staatssekretär Matthias Hauer (BMFTR), Christian Bernhard (Zone President GE HealthCare) (v.l.n.r.)

Sarah Majorczyk (Mitglied der BILD-Chefredaktion), Prof. Dr. Ken Herrmann (Direktor Klinik für Nuklearmedizin), Wissenschaftsministerin Ina Brandes MdL (NRW), Parlamentarischer Staatssekretär Matthias Hauer (BMFTR), Christian Bernhard (Zone President GE HealthCare) (v.l.n.r.)

Das Kompetenznetzwerk verfolgt die aktuellen Reformvorhaben aufmerksam und bringt die Expertise seiner Partnerinnen und Partner in den fachlichen Diskurs ein. Angesichts der aktuellen Debatte zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ist es wichtig, trotz des nachvollziehbaren Kostendrucks die Förderung innovativer und hochspezialisierter Versorgungsbereiche langfristig sicherzustellen. Insbesondere komplexe nuklearmedizinische Diagnostik- und Therapieangebote benötigen differenzierte Regelungen, um den Zugang der Patientinnen und Patienten zu diesen Leistungen dauerhaft sicherzustellen. Deshalb wird auch das Gesundheitssicherstellungsgesetz und die anstehenden Strukturreformen entscheidend für die Zukunft der Nuklearmedizin sein. 

Die neue Klinik wurde mit 190 Millionen Euro durch Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

Die neue Klinik wurde mit 190 Millionen Euro durch Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.