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Zu Gast in der Universitätsmedizin Rostock
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Zu Gast in der Universitätsmedizin Rostock
Das Kompetenznetzwerk nuklearonkologische Patientenversorgung hat gemeinsam mit der Universitätsmedizin Rostock die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU-/CSU-Bundestagsfraktion, Simone Borchardt und Katy Hoffmeister, Generalsekretärin der CDU Mecklenburg-Vorpommern, sowie Vorsitzende des Sozialausschusses der CDU-Landtagsfraktion zu einem Vor-Ort-Besuch empfangen. Im Mittelpunkt stand der fachliche Austausch über die Bedeutung der Nuklearmedizin für die moderne Krebsdiagnostik und -therapie sowie über aktuelle Entwicklungen im Klinikalltag.
Wie können nuklearmedizinische Lösungen in Zeiten leerer Kassen und hoher Kosten für die onkologische Patientenversorgung helfen? Welche Aspekte machen den Forschungsstandort Deutschland attraktiv? Wie ist die Geschichte der Nuklearmedizin? Was kann die Technologieplattform und welche Anwendungsgebiete könnten zukünftig möglich sein? Welche Hürden und Lösungen gibt es im Bereich Erstattung und Regelversorgung? Diesen und weiteren Fragen wurde sich gemeinsam mit der gesundheitspolitischen Sprecherin während des Besuchs am UK Rostock gewidmet.
Simone Borchardt betonte die Bedeutung des persönlichen Dialogs. Das hochinnovative Feld der Nuklearmedizin hat großes Potenzial für die moderne Krebsmedizin und darüber hinaus. Besonders beeindruckt zeigte sie sich von der Theranostik und der molekularen Bildgebung – zwei zentrale Säulen der Nuklearmedizin. Dabei werden Tumoren zunächst mithilfe modernster Bildgebung bereits auf molekularer Ebene sichtbar gemacht und anschließend gezielt behandelt. Deutschland verfüge hier über eine lange wissenschaftliche Tradition, die eine wichtige Grundlage für zukünftige gesundheitspolitische Entscheidungen bilde.
Auch Prof. Dr. Bernd Krause, Dekan und Wissenschaftlicher Vorstand der Universitätsmedizin Rostock, ordnete den Besuch in einen größeren Zusammenhang ein. „Dieses Fachgebiet zeigt beispielhaft, wie neue wissenschaftliche Erkenntnisse direkt den Patientinnen und Patienten zugutekommen, ganz im Sinne unseres Forschungsschwerpunktes HealthTechMedicine“, so Prof. Krause, der selbst Nuklearmediziner ist und die Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin 14 Jahre leitete.
Simone Borchardt und Katy Hoffmeister im Gespräch mit Prof. Krause (rechts) neben dem PET/CT-Scanner der Universitätsmedizin Rostock
Zugleich betonte er, dass verlässliche gesetzliche Rahmenbedingungen sowie ausreichend Personal und moderne Technik notwendig seien, um die Innovationskraft der Nuklearmedizin langfristig zu sichern. Der direkte Dialog mit der Politik sei dafür unverzichtbar.
Aus Sicht des Kompetenznetzwerks nuklearonkologische Patientenversorgung erläuterte Magnus Fischer (Senior Public Affairs Manager, Novartis), man sei sich im Netzwerk einig, dass zugelassen Arzneimittel in der Patientenversorgung Vorrang haben müssen. Klare und praxistaugliche Regelungen für den Einsatz radioaktiver Arzneimittel würden dies unterstützen. Er betonte, dass Deutschland über eine starke Forschungslandschaft verfüge – von der Grundlagenforschung bis zur klinischen Anwendung.
Handlungsbedarf zeigte sich zudem bei der angeregten Diskussion zu Zuweiserstrukturen, Patientenaufklärung und der vorrangigen Anwendung zugelassener Arzneimittel.
Der Besuch begann am Campus Schillingallee mit fachlichen Erläuterungen und setzte sich mit einer Führung durch die Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin am Gertrudenplatz fort. Vor Ort erhielt Simone Borchardt konkrete Einblicke in diagnostische und therapeutische Verfahren sowie in die Anforderungen des klinischen Alltags.
Die Vorstellung der Arbeitsweise des Kompetenznetzwerks nuklearonkologische Patientenversorgung
Das Kompetenznetzwerk wird auch in dieser Legislaturperiode weiterhin auf die Politik zugehen und den konstruktiven Austausch suchen. Denn wir sind davon überzeugt, dass die nuklearonkologische Patientenversorgung nur im interdisziplinären Dialog mit Ärztinnen und Ärzten, Patientenorganisationen und politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern nachhaltig verbessert werden kann.