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Das Kompetenznetzwerk nuklearonkologische Patientenversorgung zu Gast im Universitätsklinikum Essen 

Der Bundestagsabgeordnete Sascha van Beek (CDU) besuchte am 26. August 2025 die Klinik für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Essen (UK Essen), um sich über die aktuelle Versorgungs- und Forschungslandschaft in der Nuklearmedizin zu informieren. Der Besuch erfolgte auf Einladung des Kompetenznetzwerks nuklearonkologische Patientenversorgung. Ziel des Kompetenznetzwerks ist es, durch den interdisziplinären Austausch von Ärztinnen und Ärzten, Patientenorganisationen sowie politischen Entscheiderinnen und Entscheidern die Rahmenbedingungen für die nuklearmedizinische Versorgung von onkologischen Patientinnen und Patienten in Deutschland zu verbessern. 

Wie kann die Forschung und Entwicklung innovativer nuklearmedizinischer Diagnostika und Therapeutika am Forschungsstandort Deutschland gefördert werden? Wie ist die Geschichte der Nuklearmedizin und wieso stagnierte die Forschung für längere Zeit? Wie wirkt sich der Föderalismus auf Forschung und Regel-versorgung aus? Diesen und weiteren Fragen wurde sich gemeinsam mit dem Abgeordneten Herrn van Beek, Mitglied des Ausschusses für Gesundheit und des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, während des Besuchs am UK Essen gewidmet.

Auf Seite des Gastgebers wurde der Besuch von den Partnern des Kompetenznetzwerkes, Professor Ken Herrmann, Direktor der Klinik für Nuklearmedizin, und Professor Boris Hadaschik, Direktor der Urologi-schen Klinik, begleitet. Ein Teil des Klinikvorstands, bestehend aus Andrea Schmidt-Rumposch und Professor Jan Buer, nahm ebenfalls an der Veranstaltung teil. Wohingegen das Kompetenznetzwerk von Magnus Fischer, Senior Manager Public Affairs, Novartis Pharma GmbH und Monika Jakab, Senior Associate bei Pathways Public Health GmbH, vertreten wurde.

Bereits zu Beginn der Veranstaltung wurde mit der Bemerkung „there is no glory in prevention, there is no glory in innovation“ das Spannungsfeld aufgezeigt, in welchem sich die Gesundheitswirtschaft in Deutschland befindet.

Sascha van Beek, Magnus Fischer und Prof. Dr. Ken Herrmann im Gespräch beim Rundgang durch die neue Klinik für Nuklearmedizin

Sascha van Beek, Magnus Fischer und Prof. Dr. Ken Herrmann im Gespräch beim Rundgang durch die neue Klinik für Nuklearmedizin

Sascha van Beek bei der Besichtigung der Baustelle des neuen Gebäudes der Nuklearmedizin

Sascha van Beek bei der Besichtigung der Baustelle des neuen Gebäudes der Nuklearmedizin

Im Laufe der Veranstaltung wurde deutlich, dass Deutschland eine ursprünglich weltweit führende Position in der nuklearmedizinischen Grundlagenforschung innehat und über eine sehr gute nuklearmedizinische Infrastruktur verfügt. Mit dem Medizinforschungsgesetz im vergangenen Jahr wurden zudem einige regulatorische Hürden im Bereich der nuklearmedizinischen Forschung abgebaut, die den Standort Deutschland als Innovationsstandort stärken. Es bleibt abzuwarten, ob die Aufholjagt im Bereich der klinischen Studien durch die Anpassungen gelingt und Deutschland wieder eine führende Rolle in der (nuklearmedizinischen) klinischen Forschung einnehmen wird. 

Beispiele für die nach wie vor bestehenden regulatorischen Hürden im Bereich der Nuklearmedizin ließen sich bei der Begehung der Baustelle der neuen Klinik für Nuklearmedizin besichtigen. Doch nicht nur baurechtliche Vorgaben und der Strahlenschutz – der notwendig und wichtig ist – drohen Innovation zu hemmen. Die steigende Popularität und Bedeutung der Nuklearmedizin wird durch die zunehmenden Investitionen globaler Pharmaunternehmen in diesem Bereich hervorgehoben. Dennoch bleibt die Zulassung neuer Diagnostika und Therapien hinter den Erwartungen zurück. Ein Grund hierfür kann in der schleppenden Translation in die Regelversorgung liegen. 

Der weitere Handlungsbedarf zeigt sich zudem bei der angeregten Diskussion zur Krankenhausreform und einhergehender Strukturanpassungen in der regionalen Zusammenarbeit. Es ist wichtig, Patientinnen und Patienten alle für sie möglichen Therapieoptionen anbieten zu können und die Strukturen so sicherzustellen, dass eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen weiteren Fachdisziplinen und der Nuklearmedizin möglich ist.

Magnus Fischer, Prof. Dr. Ken Herrmann, Monika Jakab, Andrea Schmidt-Rumposch, Sascha van Beek, Prof. Jan Buer

v.l.n.r. Magnus Fischer, Prof. Dr. Ken Herrmann, Monika Jakab, Andrea Schmidt-Rumposch, Sascha van Beek, Prof. Jan Buer 

Abschließend sei zudem die vorhandene Expertise in Deutschland zur nuklearen Sicherheit hervorzuheben, die aufgrund der verbreiteten, wenn auch noch unbekannten, Nuklearmedizin besteht. Vor diesem Hintergrund zeigte sich Sascha van Beek offen für die Herausforderungen in der nuklearonkologischen Patientenversorgung und die Berücksichtigung dieser wichtigen Fachdisziplin bei Vorhaben zur Gestaltung der Versorgungslandschaft. 

Das Kompetenznetzwerk wird auch in dieser Legislaturperiode weiterhin auf die Politik zugehen und den konstruktiven Austausch suchen. Denn wir sind davon überzeugt, dass die nuklearonkologische Patientenversorgung nur im interdisziplinären Dialog mit Ärztinnen und Ärzten, Patientenorganisationen und politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern nachhaltig verbessert werden kann.